JIM-Studie 2025: Immer mehr Jugendliche nutzen und verlassen sich auf KI

von weitklick-Redaktion | 09.01.2026

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Grafik mit dem Titel ‚Vorgestellt: JIM-Studie 2025 – Zentrale Ergebnisse rund um KI‘. Rechts ist das Cover der JIM-Studie 2025 (Jugend, Information, Medien) mit grünem Netzwerkdiagramm und dem Logo des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) zu sehen.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) hat im November 2025 die neue JIM-Studie vorgestellt. Im Rahmen der jährlichen repräsentativen Untersuchung wurden 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren zu ihrer Mediennutzung befragt.  Bereits im Vorjahr beschäftigte sich die Studie auch mit der KI-Nutzung von Jugendlichen, in diesem Jahr liegt auf dieser der Fokus. Hier fassen wir die wichtigsten Ergebnisse zur KI-Nutzung zusammen, und stellen passend praktische Ressourcen für Lehrkräfte bereit.

KI-Tools als Informationsquelle und zum Lernen

Immer mehr Jugendliche nutzen bereits KI-Anwendungen, vor Allem ChatGPT (Anstieg der Nutzung um 27% im Vergleich zu 2024). Hauptsächlich werden KI-Tools zum Lernen oder für Hausaufgaben (74 %) eingesetzt, aber auch um herauszufinden, wie etwas geht (54 %) oder zu privaten Recherchezwecken (70 %) setzen junge Menschen auf Künstliche Intelligenz.
Gerade, was die Informationssuche angeht, hat KI im Vergleich zum Vorjahr stark an Bedeutung gewonnen. ChatGPT steht an zweiter Stelle, was die gezielte Suche nach Informationen online angeht. Am meisten genutzt werden weiterhin Suchmaschinen wie Google. Dabei muss beachtet werden, dass Google seit 2025 standardmäßig integrierte KI-Zusammenfassungen anbietet. Auffällig ist, dass mit 57% die Mehrheit der Jugendlichen die Informationen von KI-Chatbots als vertrauenswürdig einstufen.
Es zeigt sich abermals empirisch: KI ist aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Trotzdem bereitet das Thema KI  44 % der Mädchen und 31% der Jungen Sorgen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Heranwachsende verstehen, wie diese Anwendungen funktionieren und frühzeitig einen kompetenten und kritischen Umgang mit KI-Tools erlernen.

 

KI & Desinformation

Die Konfrontation mit Desinformation, Hassrede und Verschwörungsideologien hat bei Jugendlichen zugenommen. So begegneten zum Beispiel zwei Drittel der Jugendlichen „Fake News“ bzw. Desinformation im letzten Monat. Gleichzeitig sind die Kompetenzen im Erkennen von Desinformation gering.

In Bezug auf Deepfakes geben nur 35 % an, Deepfakes gut oder sehr gut zu erkennen. Dabei schätzen Mädchen (27 %) ihre Kompetenz deutlich geringer ein als Jungen (42 %).

Jugendliche müssen dringender denn je befähigt werden, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen.

Für Klassen mit Schüler*innen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen sowie sonderpädagogischen Förderschwerpunkten kann das neue Unterrichtsmaterial zum Thema Desinformation in Leichter Sprache eingesetzt werden:

 

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