Raspberry Fields 2026: Warum KI-Kompetenz mehr bedeutet als die Nutzung von Chatbots
von weitklick-Redaktion | 17.07.2026
Vom 30. Juni bis 2. Juli 2026 fand die Raspberry Fields Konferenz der gemeinnützigen Raspberry Pi Foundation in Cambridge statt. Organisationen und Stiftungen aus dem Bildungsbereich kamen aus über 40 Ländern zusammen, um sich über die Zukunft von KI-Bildung und Medienkompetenz auszutauschen.
Es wurde deutlich: Junge Menschen brauchen heute weit mehr als die Fähigkeit, KI-Tools zu bedienen. Sie benötigen Kompetenzen, um digitale Technologien kritisch zu verstehen, verantwortungsvoll einzusetzen und ihre Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Die FSM, die das Projekt "Experience AI" im Rahmen des Bildungsprogramms weitklick in Deutschland umsetzt, war als Partner vor Ort dabei.
KI verstehen statt nur anwenden
Ein zentrales Thema der Konferenz war die Förderung von KI-Kompetenz bei jungen Menschen. Dazu gehört das grundsätzliche Verständnis der Technologie, also wie KI-Anwendungen funktionieren, und wie sie im Alltag genutzt werden können.
Medienkompetenz im Allgemeinen, aber insbesondere auch in Bezug auf KI im Speziellen, beinhaltet über technisches Verständnis hinaus auch immer Reflexion. Denn KI ist keineswegs neutral: Sie basiert auf Trainingsdaten, kann Vorurteile übernehmen, Fehler machen und überzeugend falsche Informationen ausgeben sowie weiterverbreiten.
Deshalb ist es wichtig, jungen Menschen die Fähigkeit zu vermitteln, KI-Ergebnisse kritisch zu hinterfragen.
KI und der kinderrechtliche Dreiklang: Schutz, Befähigung, Teilhabe
Schutz, Befähigung und Teilhabe sollten zusammengedacht werden, sich ergänzen und nicht gegeneinander ausgespielt werden. Kinder und Jugendliche müssen dazu befähigt werden, KI-Anwendungen kompetent, verantwortungsvoll und sicher nutzen zu können, um an unserer digitalen Gesellschaft teilhaben zu können. Dabei braucht es Medienbildung und Jugendmedienschutz.
Wir als deutscher Partner im Projekt Experience AI haben uns besonders gefreut, unsere Perspektive auf das Zusammenspiel zwischen Schutz, Befähigung und Teilhabe in einer internationalen Diskussionsrunde einzubringen. Unter dem Titel „Children Are Already Using AI – Why Aren't We Designing It for Them?“ leiteten wir eine Diskussion mit weiteren Partnerorganisationen über die Frage, warum KI-Anwendungen nicht den Bedürfnissen und Rechten von Kindern entsprechen, obwohl sie längst von ihnen genutzt werden.
Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Bildungsangebote gestaltet werden müssten, damit sie Kinderrechte berücksichtigen, transparent funktionieren und den Bedürfnissen junger Menschen gerecht werden und wer dafür die Verantwortung tragen sollte. Die Diskussion knüpfte an ein zentrales Thema der gesamten Konferenz an: Kinder und Jugendliche sollten nicht nur Nutzer*innen neuer Technologien sein, sondern ihre Perspektiven bereits in die KI-Entwicklung einbringen dürfen.

Experience AI: Kostenfreie Fortbildungen für Lehrkräfte
Sie sind Lehr- oder pädagogische Fachkraft und wollen sich im Rahmen Ihrer Bildungsarbeit stärker mit KI und der Vermittlung kritischer Kompetenzen im Unterricht auseinandersetzen?
Im Rahmen von "Experience AI" bietet weitklick noch in diesem Jahr kostenfreie Fortbildungen für Lehrkräfte der Sekundarstufe I und II an. Die Fortbildungen können sowohl online als auch direkt an Schulen oder in anderen Bildungseinrichtungen stattfinden.
Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie:
- Wie funktioniert Künstliche Intelligenz?
- Wie kann KI im Unterricht thematisiert werden, um den verantwortungsbewussten Umgang zu fördern?
- Wie lassen sich Chancen und Grenzen von KI gemeinsam mit Schüler*innen kritisch reflektieren?
Ziel ist es, Lehr- und pädagogische Fachkräfte dabei zu unterstützen, junge Menschen für den kritischen und reflektierten Umgang mit KI zu befähigen.
- Melden Sie sich jetzt hier zu unseren aktuellen Fortbildungen an.
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- Hier finden Sie weitere Informationen zum Unterrichtsprogramm Experience AI.