Pixel, Panik, Politik: Wie Gamingcommunities Meinungen prägen
23.09.2026 | 14:00 - 15:30 Uhr | Online | bundesweit
Über die Online-Veranstaltung
Gaming ist für viele junge Menschen ein wichtiger Teil ihrer Lebenswelt. Games und Gamingcommunities sind dabei nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein wichtiger Sozialsierungsraum, in denen sich Communities bilden, Informationen ausgetauscht und gesellschaftliche Themen verhandelt werden. Gleichzeitig werden diese technischen Tools, Gaming-Plattformen, Chats, Foren und Livestreams gezielt genutzt, um menschenfeindliche Narrative, rechtsextreme Positionen und Hassinhalte zu verbreiten.
Die kostenfreie Fortbildung gibt einen Einblick in die digitalen Gaming Kulturen und Kommunikationsformen von Gaming-Communities. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie politische Meinungsbildung in diesen Räumen stattfindet und wie Antidemokrat*innen hier einen Einfluss haben. Im Fokus steht die Stärkung einer emotionalen Medienkompetenz. Dabei erhalten die Teilnehmenden Impulse, um junge Menschen mit Reflexionsangeboten dabei zu begleiten, eigene Gefühle und affektive Reaktionen wahrzunehmen, einzuordnen und reflektiert mit emotionalisierenden Inhalten umzugehen.
Die Teilnehmenden setzen sich mit den Chancen und Herausforderungen digitaler Spielwelten auseinander und entwickeln pädagogische Handlungsoptionen für den Umgang mit problematischen Inhalten. Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die junge Menschen in ihren digitalen Lebenswelten begleiten und ihre Medien- und Urteilskompetenz stärken möchten.
Die Online-Fortbildung findet im Rahmen des Projekts Update Medienkompetenz - Lehrende fitmachen gegen Desinformation, Extremismus und Hate Speech statt – ein gemeinsames Projekt der gemeinnützigen Institutionen FSM e.V. und mediale pfade, gefördert im Rahmen von Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).
Schwerpunkte:
- Medienwelten von Jugendlichen und ihre negativen Online-Erfahrungen im Bereich Demokratiegefährdung
- Gamingkultur und Gaming-Communities als Lebenswelt junger Menschen kennenlernen
- Politische Meinungsbildung in Spielen, Chats, Foren und auf Streaming-Plattformen verstehen
- Rechtsextreme Einflussnahme, menschenfeindliche Narrative und politische Strategien erkennen
- Codes, Memes und sprachliche Ausdrucksformen von Hate Speech einordnen
- Pädagogische Handlungsoptionen für den Umgang mit problematischen Inhalten entwickeln, um junge Menschen im kritischen und selbstbestimmten Umgang mit Gaming-Communities zu unterstützen.
- Impulse und Unterstützung für die Medienbildung aus dem Projekt „Update Medienkompetenz“
Anmeldung
Sie können sich bis zum 23.09.2026 über diese Seite anmelden. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Referent*innen
Denis Gross ist Politikwissenschaftler und Soziologe. Seit 2022 leitet er bei der Amadeu Antonio Stiftung Projekte das Projekt NetCitizens im Bereich Digitale Demokratiegefährdung mit dem Fokus auf Agitation und Strategien rechtsextremer Akteur*innen auf sozialen Plattformen. Er verantwortet die strategische Steuerung und konzeptionelle Weiterentwicklung des Projekts mit einem besonderen Fokus auf audiovisuelle Medien, den Gaming-Bereich und Plattformen wie Twitch und Discord.
Charlotte Lohmann arbeitet seit 2021 als Bildungsreferentin für Medienkompetenz und digitale Demokratiegefährdung. Im Fokus ihrer Arbeit stehen die Entwicklung und Vermittlung von Handlungsstrategien gegen digitale Hassphänomene und Desinformation, die Konzeption didaktischer Bildungs- und Lernformate sowie die Analyse demokratiefeindlicher Onlinekulturen und rechtsextremer Social-Media-Nutzung. Im Projekt NetCitizens nimmt sie als Bildungsreferentin vor allem audiovisuelle Medien und den Gaming-Bereich, insbesondere Plattformen wie Twitch und Discord in den Blick.
Das Projekt NetCitizens bringt die Perspektiven von Jugendlichen, Lehrkräften und Eltern zusammen, um ihre gemeinsame Handlungssicherheit zu stärken und digitale Räume als Teil einer demokratischen Alltagskultur zu gestalten. Schwerpunkte sind die Reflexion des eigenen Medienverhaltens sowie die Auseinandersetzung mit Desinformation, Hate Speech und digitaler Zivilcourage,- insbesondere im Gaming-Bereich und auf Plattformen wie Twitch und Discord.
Nils Rudolf (M.A.) studierte Erziehungs- und Staatswissenschaften im Bachelor sowie Kinder- und Jugendmedien im Master in Erfurt. Er arbeitete für KiKA in den Bereichen Publikumsservice sowie Markt- und Medienforschung. Seit 2025 ist er als Referent für Medienbildung bei der FSM.
Förderung
„Update Medienkompetenz“ wird im Rahmen von Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

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Deutschland
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