Kurs V Modul 1 - Fakes, Trolle, Algorithmen & Co: Formen von Desinformation

Geschätzte Dauer
30 Minuten
Intro

In diesem Modul behandeln Sie die folgenden Themen:

  • Erkennungsmerkmale von unterschiedlichen Formen der Desinformation im digitalen Raum
  • Analysetools und Unterstützungsinstrumente zum Erkennen von Desinformation
  • Wirkungsweisen von unterschiedlichen Formen der Desinformation
  • Praxisbeispiele zum Erkennen und Bearbeiten von Desinformation für den Unterricht

Jeder Kurs besteht aus 2 Modulen, die immer gleich aufgebaut sind. Sie beginnen mit einem Input, der aus mehreren Infoblöcken bestehen kann. Darauf folgt eine Reflexion zur persönlichen Standpunktbestimmung. Nach einem weiterem Input folgen Unterrichtsideen in der Werkstatt. Jedes Modul schließt mit einem Test ab.

 

1 Input

Falsch? Falsch. Falsch! Woran erkennen Sie Falschnachrichten bzw. Fake News? Welche Phänomene und Instrumente von Desinformation kennen Sie? Wie gehen Sie mit Desinformation um? Der Kurs ‚Desinformation konkret‘ gibt Ihnen Kriterien an die Hand, wie Sie Informationen überprüfen, wie Sie Mechanismen von Desinformation erfassen und wo Sie Hilfestellung bekommen können. In diesem Kurs finden Sie viele weiterführende Links, die Ihnen Beispiele, Erfahrungsberichte und Tools aufzeigen. Viel Spaß beim Entdecken und los geht’s!

 

Was kann Desinformation sein?

Desinformation kann in vielen Formen und mit unterschiedlichsten Methoden von sehr verschiedenen Akteur*innen produziert und verbreitet werden. Der folgende Input veranschaulicht die Vielzahl der Möglichkeiten in drei Abschnitten.

Klicken Sie auf die Hotspots im Bild des ersten Abschnitts, um die dahinter liegenden Informationen zu sehen.

Der nächste Abschnitt stellt drei Methoden der Desinformation in der Direktkommunikation vor.

Was ist Dark Social?

Dark Social
© FSM e.V.

Sie tauschen sich per Messenger, Chats und E-Mail aus? Es geht um Verabredungen in der Familiengruppe, Abstimmung mit Kolleg*innen, private oder berufliche Nachrichten oder Sie erhalten Newsletter und Veranstaltungshinweise. Sie haben dafür die Kontakte eingerichtet und sind entsprechenden Gruppen beigetreten, die sie alle jederzeit erreichen und von denen sie jederzeit erreicht werden können. Sie bewegen sich im „Dark Social“.

Dark Social umfasst als Oberbegriff nicht allgemein zugängliche Kommunikation. Er bezieht sich nicht auf die Qualität der Kommunikationsinhalte, sondern lediglich auf die private, geschützte Form. Hier kann weitgehend unkontrolliert, weil nicht öffentlich einsehbar, in geschlossenen Gruppen bzw. versteckten (also dunklen) Netzwerken kommuniziert werden. Dazu gehören bspw. E-Mail-Kommunikation ebenso wie Chats oder Messengerdienste in geschlossenen Gruppen bzw. auf spezialisierten Plattformen (Games etc.).

 

Wie trägt Dark Social zu Desinformation bei?

Informationen, die innerhalb einer Gruppe ausgetauscht werden, wirken vertrauenswürdig, da die Absender*innen (persönlich) bekannt sind. Häufig geteilte Gruppennachrichten in aktiven Netzwerken erreichen mit geringem Aufwand viele Empfänger*innen und sorgen für eine schnelle und weite Verbreitung von Desinformation. Im Unterschied zu öffentlichen Plattformen, können Community-Regeln ignoriert werden und eine Kontrolle mittels Algorithmen entfällt.

Nicht öffentliche Kommunikation kann dazu verleiten, verbotene Inhalte zu posten, sich aggressiv oder sprachlich radikal enthemmt zu äußern, weil man sich in einem vertrautem Umfeld mit Gleichgesinnten wähnt und ohne Öffentlichkeit auch keine Strafverfolgung für die Äußerungen befürchtet. Die Inhalte bleiben im Zweifel ohne Widerspruch, werden nicht korrigiert und haben Einfluss auf das Weltbild der Empfänger*innen.

Was sind Gruppennachrichten?

Gruppennachrichten_Illustration
© FSM e.V.

Stellen Sie sich vor, Ihr Neffe erzählt Ihnen, dass in einem seiner Chats über eine*n seiner Freund*innen, eine „merkwürdige“ Person dazu gekommen ist. Sie wirkte erst ganz nett, aber jetzt, so hat er das Gefühl, nervt die Person mit ihren verschwörungstheoretischen Ideen. Und was ihn besonders beängstigt ist, dass zwei seine*r Freund*innen gar nicht abgeneigt sind, ihr zuzustimmen. 

Die Platzierung von Desinformation in Kommunikationsräumen kann ein Weg sein, neue Personen anzusprechen, mit bereits bekannten Personen Desinformation auszutauschen oder ihren Wirkungskreis auszudehnen.

Gruppennachrichten bieten die Möglichkeit, Desinformation initiativ in Social Media Gruppen zu positionieren und darüber zu verbreiten. Unterstützend wirkt dabei der Vertrauensvorschuss für die Personen innerhalb einer Gruppe sowie das daraus resultierende Bestätigungsdenken.

Beispiele: buzzfeed.com | WhatsApp Gruppennachrichten

 

Wie tragen Gruppennachrichten zu Desinformation bei?

Häufig geteilte Gruppennachrichten in aktiven Netzwerken erreichen mit geringem Aufwand viele Empfänger*innen und sorgen für eine schnelle und weite Verbreitung von Desinformation. Der Einstieg in aktive Gruppen ist oft niedrigschwellig.

Bei der Konzentration auf die Gruppennachrichten als hauptsächliche Informationsquelle und Bezugsgruppe verengt sich das Weltbild, die Gefahr einer Radikalisierung besteht.

 

Kettenbriefe

Kettenbrief_Illustration
© FSM e.V.

Sie haben so eine Nachricht erhalten: >>Schicke diese Nachricht an 10 Leute! Wenn Du die Kette unterbrichst, dann …<< - Dann fällt das unter die Kategorie Kettenbrief.

Kettenbriefe per Social Media oder E-Mail sind eine effiziente Verbreitungsmethode von Desinformation und funktionieren durch Multiplikationseffekte. Die Weiterleitung der Nachricht wird meist an eine Drohung oder Ausübung von sozialem Druck gekoppelt. Das Stoppen der Weiterleitungskette hat vermeintliche Konsequenzen für die unterbrechende Person. Inhalte der Kettenbriefe können an Verantwortungsbewusstsein oder Ängste appellieren (Spendenaufrufe, Warnungen vor mutmaßlichen Gefahren), Vorurteile verstärken oder zu gemeinsamen Aktionen aufrufen. Daneben kann sich hinter mitgeschickten Links auch Schadsoftware verbergen.

Beispiele: klicksafe.de | Kettenbriefe bei WhatsApp

Wie tragen Kettenbriefe zu Desinformation bei?

Die Weiterleitung von Kettenbriefen vergrößert die Reichweite von Desinformation. Überdies sind Kettenbriefe manipulativ. Sie spielen - je nach Inhalt - mit Ängsten, Vorurteilen oder dem Bedürfnis nach Problemlösung oder Erfolgswünschen der Empfänger*innen.

 

Im nächsten Abschnitt lernen Sie noch mehr Methoden von Desinfomation kennen, wenn Sie auf die Hotspots im Bild klicken.

Sie haben jetzt verschiedene Begriffe und Manipulationsformen von Desinformation kennengelernt. Wie schätzen Sie Ihre Kompetenz dazu ein und wie gehen Sie damit um, wenn Sie auf Desinformation treffen? Die folgende Reflexion greift diese Fragen unter verschiedenen Aspekten auf.

 

2 Reflexion

Bei diesen Reflexionsfragen gibt es keine ‘falschen’ oder ‘richtigen’ Antworten, vielmehr geht es darum, das eigene Verhalten zu reflektieren. Je nach Fragestellung sind auch Mehrfachnennungen möglich. Die Auswertung zeigt Ihnen, wie die anderen Nutzer*innen geantwortet haben. Die Reflexionsfragen können auch Einstieg in eine Unterrichtsstunde sein.

In Ihrer Reflexion haben Sie sich unter anderem damit beschäftigt, wie Sie bisher mit Desinformation umgehen. Der nachfolgende Abschnitt gibt Ihnen einen Fragenkatalog an die Hand, der Ihnen zeigt, wann Sie Informationen oder Nachrichten vielleicht prüfen sollten und wie Sie dabei vorgehen.

3 Input

Wie kann Desinformation gecheckt werden?

Sie haben eine Information, eine Nachricht oder einen Post über Soziale Medien erhalten oder haben eine Nachricht gehört, gesehen oder gelesen und sind sich unsicher, ob sich dahinter nicht vielleicht eine Falschinformation verbirgt? (vgl. Kurs 4: Typische Merkmale von Desinformation) 

Die nachfolgenden Fragestellungen und Überprüfungsmöglichkeiten bieten Ihnen Hilfestellung bei Ihren Rechercheschritten zur Analyse, Einordnung und dem Vergleich von Informationen.

Alle diese Fragestellungen können Ihnen dabei helfen, Falschmeldungen zu erkennen und Desinformation entgegenzuwirken. Da wir Informationen, die zu unserem Wertesystem passen, unkritischer gegenüberstehen, ist es wichtig, die eigene Haltung immer wieder zu hinterfragen. 

Bevor Sie ergänzende Analyseinstrumente und Unterstützungsangebote zur Überprüfung von Falschinformationen bzw. Fake News kennenlernen, zeigt der nachfolgende Beitrag des SWR, wie professionelle Faktenfinder*innen arbeiten.

 

Die Faktenfinder | SWR Planet Wissen (08.11.2019)

03:10 Min. | Verfügbar bis 08.11.2024

 

Schauen Sie sich bitte folgendes Video an: Planet Wissen | Die Faktenfinder

 

“Gemäß dem Motto "Zurück zur Glaubwürdigkeit" haben viele Redaktionen sogenannte Faktenchecker, um sich selbst und die Öffentlichkeit mit verifizierten Fakten vor Kampagnenjournalismus und "Fake News" zu schützen. Dazu gehören gerade auch Fotos, die besonders gern gefälscht werden.” 

__________


Quelle: ‘Die Faktenfinder’, 26.03.2020, https://www.planet-wissen.de/video-die-faktenfinder-100.html

 

Welche Analyseinstrumente und Unterstützungsangebote gibt es?

Die nachfolgenden Analyse- und Unterstützungsangebote sind jeweils verlinkt. Sie könnten sich zum Einstieg mit verschiedenen Fact-Checking-Seiten vertraut machen, bevor Sie selbst einen Faktencheck testen.

Fact-Checking-Seiten

Fact-Checking-Seiten bieten ein breites Informations- und Unterstützungsangebot zur Aufklärung bzw. Überprüfung von Falschinformationen. Sie werden sowohl durch private Initiativen, also auch von öffentlich-rechtlichen Anbietern betrieben.

Beim Faktencheck werden Inhalte mit journalistischen Methoden und Instrumenten auf die jeweilige Daten- und Faktenlage hin recherchiert und überprüft. Auf Basis sachlicher, objektiver und überprüfbarer Fakten, werden die zu prüfenden Inhalte bzw. Aussagen gegenübergestellt, verglichen und eingeordnet. Abhängig vom Angebot, können auch Recherchefragen eingereicht oder Hinweise auf Recherchethemen gegeben werden.

 

ARD Faktenfinder Screenshot
© Quelle/Screenshot: ARD Faktenfinder, https://www.tagesschau.de/faktenfinder/

ARD Faktenfinder

Hinter dem “ARD-Faktenfinder” steht seit 2017 ein Redaktionsteam zur Verifikation von unseriösen oder gefälschten Meldungen. Nach eigener Aussage stehen „im Fokus der "Faktenfinder"-Arbeit Phänomene wie Fake News, Gerüchte, Verschwörungstheorien und auch Hass im Netz.“¹ Die Arbeitsergebnisse werden auf der Website faktenfinder.tagesschau.de und über die sozialen Netzwerke veröffentlicht. 

tagesschau.de | Faktenfinder

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¹ ‘Faktenfinder – Verifikationsteam bei ARD-aktuell nimmt Arbeit auf’ (26.03.2020)https://www.ard.de/home/die-ard/presse/pressearchiv/_Faktenfinder____Verifikationsteam_bei_ARD_aktuell/3969546/index.html

 

CORRECTIV Screenshot
© Quelle/Screenshot: CORRECTIV, https://correctiv.org

CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft

„CORRECTIV ist das erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Das Reporterteam deckt systematische Missstände, Korruption und unethisches Verhalten auf.“¹ Der CORRECTIV-Faktencheck wird durch eine separate Redaktion bearbeitet. Recherchierte Themen werden mit Hintergrundinformationen und einem mehrstufigem Bewertungssystem eingeordnet (größtenteils falsch, falsch, teilweise richtig, größtenteils richtig, richtig, unbelegt etc.).

correctiv.org, correctiv.org | Faktencheck

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¹ ‘Über uns - Recherchen für die Gesellschaft‘ 26.03.2020, https://correctiv.org/ueber-uns/

Mimikama
© Quelle/Screenshot: Mimikama, https://www.mimikama.at

Mimikama

„Mimikama ist eine internationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch und zentrale Anlaufstelle für Internetuser, die verdächtige Internetinhalte melden möchten.“¹ Über die Webseite und verschiedene Social Media Kanäle werden Analysen und Rechercheberichte veröffentlicht und können auch per Suchfunktion abgerufen werden. Der Verein Mimikama wurde 2011 in Österreich gegründet, agiert unabhängig, wird durch Werbung und Spenden unterstützt und von einem ehrenamtlichen Team getragen. Darüber hinaus gibt es Bildungsangebote wie digitales Unterrichtsmaterial, Workshops, Vorträge etc.

Mimikama.at, Zuerst Denken Dann Klicken | Facebook

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¹ ‘Wer und Was ist Mimikama’, 26.03.2020https://www.mimikama.at/wer-und-was-ist-mimikama/

Hoaxmap
© Quelle/Screenshot: HOAXmap, https://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml

HOAXmap 

Die HOAXmap bietet eine Sammlung gestreuter Gerüchte und Falschmeldungen im deutschsprachigen Raum, die nach Themen, Schlagworten, Datum und Ort ihres Auftauchens gefiltert werden können und auf einer Landkarte eingetragen sind. Jede eingetragene Falschmeldung ist mit ihrer jeweiligen Widerlegung verlinkt. Hinweise auf weitere Gerüchte und Falschmeldungen können per Mail gemeldet werden.

hoaxmap.org

Hoax Liste der TU
© Quelle/Screenshot: HOAXmap, https://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml

Hoax-Liste der TU Berlin

Die Hoax-Liste der TU Berlin gibt eine Übersicht über Hoaxes und/oder Kettenbriefe im deutschsprachigen Raum. Sie ist nach neuen Einträgen, Toplisten und auch alphabetisch sortiert, nach Stichworten aus Betreff, Textstellen oder Dateinamen. Neben Sonderlisten zu Phishing-Mails¹, sozialen Netzwerken, Instant Messengern und themenbezogenen Extrablättern gibt es auch eine Suchfunktion. Eindeutige Hoaxes oder Kettenbriefe können dort per Mail gemeldet werden.

 

Hoax-Liste der TU Berlin

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¹ Online-Aktivitäten, um persönliche Daten von Internetnutzer*innen durch gefälschte E-Mails, Webseiten oder Kurznachrichten zu sammeln, z.B. um Identitätsdiebstahl oder Kontobetrug zu begehen.

Snopes
© Quelle/Screenshots: Snopes, https://www.snopes.com

Snopes

Snopes ist eine unabhängige amerikanische Webseite zur Überprüfung von Fakten, die bereits 1994 als Enzyklopädie für urbane Mythen startete. Die Finanzierung beruht auf Werbung, Mitgliedschaften und Spenden. Neben einer Schlagwort- und Themensuchfunktion gibt es ein umfangreiches Archiv. Recherchierte Themen werden mit Hintergrundinformationen und einem mehrstufigem Bewertungssystem eingeordnet (wahr, überwiegend wahr, gemischt, überwiegend falsch, falsch, ungeprüft, Satire, Legende, (in)korrekte Zuordnung von Zitaten etc.). Hinweise auf Gerüchte und Falschmeldungen können per Mail gemeldet werden.

snopes.com

Google Fact Check Explorer
© Quelle/Screenshot: Google Fact Check Explorer, https://toolbox.google.com/factcheck/explorer

Google Fact Check Explorer

Der Google Fact Check Explorer ist eine Suchfunktion für Faktenchecks, die durch die Arbeit mit dem System „Claim Review“ vorhandene Faktenchecks anzeigt. Die Suche kann nach Themen, Schlüsselwörtern, Herausgeber*innen etc. gefiltert werden, die auch in einer regulären Google-Suche eingeben werden können. Im Suchergebnis wird eine Liste von Übereinstimmungen und entsprechenden Faktenprüfungen angezeigt, die chronologisch oder auch nach Sprache sortiert werden kann.

Google Fact Check Explorer

Zum Abschluss dieses Abschnitts könnten Sie jetzt eine kleine Recherche durchführen: 

Was finden Sie zum Thema “Delfine in Venedig” bzw. “Dolphins in Venice”? Bei welchen Fact-Checking-Seiten werden Sie fündig? Nach der nächsten Information finden Sie Rechercheergebnisse zum Vergleich.

 

Welche Tools für eine Bilder-/Foto-/Video-Rückwärtssuche gibt es?

Um herauszufinden, ob ein Foto oder Video schon in einem anderen Zusammenhang genutzt, eine Manipulation vorgenommen wurde oder ob z. B. die Zeit- und Ortsangabe eines Fotos stimmt, kann eine Foto-/Bilder-Rückwärtssuche genutzt werden. Als nächstes lernen Sie einige Webseiten dafür kennen.

Google - Bildersuche

Google Bildersuche Screenshot
© Quelle/Screenshot: Google - Bilder, https://images.google.com/imghp?hl=de

Mit der Google-Bildersuche können Bilddateien gesucht werden bzw. mit der umgekehrten Bildersuche ähnliche Bilder und Webseiten, die dieses Bild enthalten, ermittelt werden.

Dafür wird eine Bilddatei hochgeladen oder die damit verknüpfte Internetadresse (URL) eingegeben und die Suche gestartet. Hochgeladene Bilder können von Google bis zu sieben Tage lang gespeichert und zur Optimierung der Google-Dienste verwendet werden. Neben den Suchergebnissen werden ggf. auch Hinweise auf mögliche verwandte Suchanfragen angezeigt.

 

Google | Bildersuche

Eine Anleitung gibt es hier.

TinEye Reverse Image Search

TinEye
© Quelle/Screenshot: TinEye, https://tineye.com

Mit TinEye Reverse Image Search kann eine Bilderrückwärtssuche durchgeführt werden.

Dafür wird eine Bilddatei hochgeladen oder die damit verknüpfte Internetadresse (URL) eingegeben und die Suche gestartet. Hochgeladene Bilder werden bei TinEye nicht gespeichert oder indiziert. Es werden nur exakte und veränderte Bildkopien im Suchergebnis angezeigt, keine ähnlichen Bilder. Die Suchergebnisse können in einem extra Fenster mit dem hochgeladenen Bild auf Übereinstimmungen verglichen werden.

 

TinEye Bilderrückwärtssuche

Eine Anleitung gibt es hier.

 

FotoForensics 

FotoForensic
© Quelle/Screenshot: Fotoforensic, http://fotoforensic.com

Bei Fotoforensic können Fotos auf mögliche Manipulationen überprüft werden.

Dazu wird die Fotodatei im jpg oder png-Format oder die damit verknüpfte URL hochgeladen. Digitale Bearbeitungen des Fotos (veränderte Texturen, Farbwerte, Kontraste, Komprimierungsstufen etc.) werden mit einem Fehleranalyseverfahren („ELA – Error-Level-Analysis) durch unterschiedliche Helligkeitsstufen im Foto dargestellt.

 

fotoforensic.com

YouTube-Dataviewer von Amnesty International

YouTube
© Quelle/Screenshot: YouTube-Dataviewer von Amnesty International, https://citizenevidence.amnestyusa.org

Mit dem YouTube-Dataviewer kann eine Videorückwärtssuche durchgeführt werden.

Dazu wird die YouTube-Videoadresse (URL) eingegeben, deren Vorschaubilder automatisiert mit der Google-Bilderrückwärtssuche verknüpft sind.

 

YouTube Dataviewer | Amnesty International

Haben Sie die Fact-Checking-Seiten einmal ausprobiert? Welche Ergebnisse haben Sie zum Thema “Delfine in Venedig” gefunden? Sowohl Snopes, als auch der Google Fact Check Explorer zeigen Ergebnisse zum Thema „Delfine in Venedig“ an. Bei Mimikama werden zu dieser Suchanfrage keine Ergebnisse angezeigt, aber die Stichwortsuche „Venedig“ bringt Ergebnisse, die auf die gleiche Sachlage verweisen. Delfine, bzw. Wildtiere seien in die Wasserstraßen Venedigs zurückgekehrt, da aufgrund des verringerten Tourismusaufkommens (im Zusammenhang mit der Corona Pandemie), das Wasser klarer bzw. die Wasserqualität verbessert sein soll. Das klarer aussehende Wasser beruht auf dem geringerem Verkehrsaufkommen, ist aber nicht unbedingt von höherer Qualität. Die Beweisfotos mit Delfinen, Flamingos, Alligatoren etc. sind nachweislich gefälscht oder auch in anderen Städten aufgenommen.

Testen Sie doch dazu gleich auch eine Foto-Rückwärtssuche mit folgender Bild-URL:

 https://bit.ly/3geGBru

Haben Sie den Fakten-Check und die Foto-Rückwärtssuche durchgeführt? Solche Angebote sind wichtige Instrumente auf der Suche nach Wahrheit. Sie sind aus der Notwendigkeit entstanden, den täglichen Desinformationen, auch durch Soziale Medien, professionelle, journalistisch recherchierte Informationen entgegenzusetzen.

 

4 Werkstatt

Hier finden Sie Vorschläge, wie Sie das Thema Desinformation im Unterricht einbinden können. Die Sammlung wächst mit Ihren Ideen - es lohnt sich also immer wieder vorbei zu schauen. Viele weitere Ideen für Ihren Unterricht finden Sie im Bereich ‘Materialien’.

 

Jetzt können Sie testen, ob Sie alle Fragen zum Modul 1 schon beantworten können. Viel Spaß dabei!

5 Test

Sehr schön. Sie haben das Modul abgeschlossen. Jetzt kennen Sie sowohl Merkmale und Wirkungsweisen sowie verschiedene Unterstützungsangebote, Analyseinstrumente und Begrifflichkeiten rund um Desinformation. Im nächsten Modul können Sie sich mit konkreten Beispielen beschäftigen.

 

 

Outro

Hier geht es direkt zu Modul 2. Vielleicht interessiert Sie jetzt aber ein anderes Kursthema? Im Kurs 2 geht es z. B. um Wandel und Motive der Mediennutzung oder im Kurs 4 um Entstehung und Funktion von Desinformation. Einen Überblick zu allen Kursthemen und Modulen finden Sie hier.